Arbeitszimmer einrichten: Wie aus einem Wohnzimmer ein Home-Office wird

Laut Statista gibt es in Deutschland rund 1,4 Millionen Selbstständige, die von Zuhause arbeiten. Doch nicht jeder hat den Luxus eines separaten Arbeitszimmers und sitzt stattdessen im Schlaf- oder Wohnzimmer am Schreibtisch. Wir vom DesignCabinet haben Einrichtungstipps für dich zusammengetragen, die deine Heimarbeit zugleich effizient und gemütlich gestalten.

Arbeitszimmer einrichten: Diese Einrichtungstipps solltest du berücksichtigen

Insbesondere Selbständige bzw. Freelancer in freien Kreativberufen arbeiten von Zuhause aus und müssen ihren Schreibtisch und andere Arbeitszimmer-Möbel im Wohn- oder Schlafzimmer unterbringen. Dafür braucht es intelligente, platzsparende Lösungen, um nicht ständig an unerledigte Arbeiten erinnert zu werden. Dabei muss nicht zwingend auf Design und Komfort am Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden verzichtet werden.


Den richtigen Schreibtisch für effizientes Arbeiten wählen



MIttelpunkt der Heimarbeit ist der Schreibtisch, daher sollte dieser – auch wenn er im Wohn- oder Schlafzimmer steht – groß genug für alle anfallenden Arbeiten sein. Der optimale Arbeitsumgebung sorgt für Wohlbefinden, Motivation, Zufriedenheit und Performance, so fand es das Fraunhofer Institut in der Studie »Office Analytics« heraus. Es gibt kein Patentrezept für den “perfekten” Arbeitsplatz. Ein richtiger Schreibtisch, der für Ordnung sorgen kann, ist jedoch ein Anfang. In Schubfächern und Konsolen verschwinden Arbeitsutensilien aus dem Blickfeld, bspw. im Airia Schreibtisch von Herman Miller. Der Designer-Schreibtisch hat auch den Vorteil, dass er über eine erhöhte Konsole für Bildschirme verfügt, die Kabelsalat vermeidet.

Mit Regalsystemen Platz im Arbeitszimmer schaffen


Raumtrenner sind eine platzsparende Alternative, um unordentliche Schreibtische verschwinden zu lassen. Das können einfache Paravants und Spanische Wände sein, an Schienen befestigte Vorhänge oder Gleittüren. Beliebt ist auch das in verschiedenen Größen erhältliche Kallax von Ikea. Designer-Varianten sind die Kado-Systeme von Vitra oder das mini Stacked Storage System von muuto. Klarer Vorteil der Regalsysteme: Sie grenzen als individuell aufbaubare Raumteiler nicht nur Wohn- von Arbeitsbereich, sondern machen zugleich Arbeitsmaterialien griffbereit.

Noch effektiver sind nur Klapp- und Wandtische oder Regalsysteme mit integrierten Arbeitsflächen, die Stauraum bieten und eine nahtlos Wohnzimmerlandschaft schaffen. So gesehen bei Nisse Strinnings String System Regal oder dem Libri Regal aus dem Hause Swedese.

Praktische Accessoires räumen das Home-Office von alleine auf


Nach dem Motto „Ich sehe was, was du nicht siehst“, kann man mit einfachen, wenig kostenintensiven Mitteln noch mehr Ordnung und Platz schaffen. Aufbewahrungsboxen, Ablageschalen und Ordnungssysteme müssen keine sperrigen Plastik-Staubfänger sein. Office-Kollektionen von Hay, muuto oder Nomess beweisen, dass sich Design und Funktionalität nicht widersprechen. Herman Miller beweist mit Formwork, dass Aufbewahrungssysteme platzsparend, modular und hochwertig designed sein können. Geht es um die Ordnung von Gedanken, ist nach wie vor die gute, alte Pinnwand im Trend. Diese hat jedoch ein Upgrade in Alltagstauglichkeit erfahren: Wie die Arca Wall Box von David Irwin, die nicht nur ein Magnetboard, sondern auch Schubfächer und einen kleinen Spiegel hat.

Das richtige Ambiente durch Pflanzen und Lichtstimmung herstellen



Für die bestmögliche Konzentration am Arbeitsplatz sollte sich dieser an einem hellen Ort befinden, am besten mit Lichteinfall von der Seite. Steht der Schreibtisch am Fenster, sorgt außerdem Frischluft für neue Energie, erhöhte Aufmerksamkeit und Produktivität. Einer Schreibtischleuchte, die auf verschiedene Schreibtischtätigkeiten ausrichten lässt, gelingt es aber auch, Müdigkeitserscheinungen der Augen und Kopfschmerzen zu vermeiden. Leuchten wie die muuto Tip Lamp können beispielsweise durch einen anwinkelbaren Leuchtenkopf Fokusbereiche beleuchten.

Geht es um das Interior Design im Arbeitszimmer ist “Grün” das Stichwort: Studien belegen, dass nicht die richtigen Möbel im Arbeitszimmer, sondern helle Wandfarben sowie Grünpflanzen Motivation und Produktivität begünstigen. Es sind die kleinen Dinge, die Freude bereiten: Mit Hinguckern wie dekorativen Blumentöpfen oder frischen Schnittblumen auf dem Schreibtisch kann man einfach für gute Laune am Arbeitsplatz sorgen!

Arbeitszimmer absetzen: Was ist steuerlich absetzbar?

Die gute Nachricht zuerst: Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer können grundsätzlich immer von der Steuer abgesetzt werden. Die weniger gute Nachricht: Der Bundesfinanzhof legte 2015 strenge Voraussetzung fest. So ist in der Einkommensteuererklärung das Arbeitszimmer absetzen nur dann möglich, wenn dieses „ausschließlich oder nahezu ausschließlich zur Erzielung von Einkünften“ genutzt wird. Das betrifft vor allem Selbständige wie Freelancer, Journalisten, Künstler, Steuerberater, Schriftsteller, Lektoren und Übersetzer, deren Arbeitszimmer in der Regel ihr beruflicher Mittelpunkt ist. In den Betriebskosten können daher Miete und Nebenkosten (anteilig), Renovierungsarbeiten, die Hausratversicherung (anteilig) sowie Arbeitszimmer-Möbel in voller Höhe geltend gemacht werden.


Doch auch, wer nur gelegentlich im Home Office arbeitet, kann von Steuervorteilen profitieren: Arbeitsmittel wie Computer, Schreibtische und Bürostühle oder Drucker können immer als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Für Lehrer, Dozenten, Außendienstmitarbeiter oder Handelsvertreter mit Schreibtischarbeitsplatz im Wohn- oder Gästezimmer. mit der Höchstgrenze von 1.250 Euro.

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