Designer-Schreibtische: Möbelstücke für die Ewigkeit

Schreibtische sind mehr als nur eine Arbeitsplatte auf vier Beinen: In Büro oder Home Office sind sie das Herzstück der Inneneinrichtung. Kaum verwunderlich, dass immer mehr Designer-Schreibtische von Herman Miller, Hay, muuto oder Thonet Einzug in private Arbeitszimmer halten. Was unterscheidet einen Design-Schreibtisch von herkömmlichen Schreibtischen beliebter Möbelhäuser und was liegt im Trend für Home-Offices?

Was macht einen Tisch zum Designer-Schreibtisch?

Funktionalität und Formensprache, Qualität, Materialwahl sowie ergonomische und nicht zuletzt ästhetische Aspekte – es gibt eine Vielzahl Kriterien, die einen Design-Schreibtisch vom 08/15-Arbeitstisch bekannter Möbelhäuser unterscheidet.

Nichts als Holz: Der Design Schreibtisch aus Naturmaterialien

Eines der wesentlichen Kriterien von Design-Schreibtischen ist die Qualität bei Material und Verarbeitung. Viele Designer setzen auf innovative Materialien und Produktionstechniken. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden insbesondere Naturmaterialien verwendet, besonders Hölzer, die robust und langlebig sind und durch die offenporige Oberfläche für ein angenehmes, warmes Raumklima sorgen. Beliebte Hölzer sind Buche, Nussbaum, Eiche, Ahorn oder – noch edler – Mahagoni, Kirsche oder Birnbaum wie für den Röthlisberger AT-AT.

Auch der Copenhague Desk von Hay, der von Ronan und Erwan Bouroullec für die neuen Gebäude der Kopenhagener Universität entworfen wurde, verlässt sich ganz auf Holz. Mit dem Gestell und der Tischplatte aus massiver Eiche bzw. Eichefurnier setzen der Schreibtisch der Copenhague-Serie auf präzise Funktionalität. Nach dem gleichen, skandinavischen Prinzip des Minimalismus ist auch der muuto Split Table gefertigt. Hier liegt der Fokus nicht nur auf der Handwerkskunst des Möbelschreiners Staffan Holm, sondern auch auf der massiven Eiche, aus der der Tisch gefertigt ist.

Zurück in die Zukunft: Konsolentische und Sekretäre mit Retro-Feel

Auch die besondere Funktionalität macht Designer-Schreibtische zu dem, was sie sind: Im Hinblick auf zusätzlichen Stauraum, Beinfreiheit, klare Oberflächen und mobiles Arbeiten warten die Arbeitstische oft mit besonderen Features auf. Dazu gehören Konsolen, versteckte Schubfächer oder ausgeklügelte Gestelle. Ein solcher, bis ins Detail als PC-Arbeitsplatz optimierter Schreibtisch ist der von der Design-Schmiede Observatory für Herman Miller designte Airia Schreibtisch mit Schubladen und Aussparungen, die Platz und Ordnung schaffen.

Der besondere Kniff solcher Konsolentische und Sekretäre ist das Retro-Feeling, das die modernen, multifunktionalen Schreibtische verbreiten. Ein gutes Beispiel ist der von Gesa Hansen für den deutschen Hersteller h + h furniture designte Remix Sekretär. Eine zusätzliche, ausziehbare Arbeitsplatte und die farbigen, entnehmbaren Ablagefächer transformieren das klassische Möbelthema des Sekretärs in die Moderne. Auch der von Randolf Schott entworfene Thonet S1200 schießt in diese Scharte und spielt mit den geradlinigen Formen und der Verbindung aus Stahl und Holz, wie es für den Bauhaus-Stil üblich ist.

Extravaganz in Form und Material – Design-Schreibtische mit dem gewissen Etwas

Was Schreibtische letztendlich zu preisgekrönten Designerstücken erhebt, ist eine besondere, ausgefallene Formsprache, die oft mit besonderen Funktionalitäten einhergeht. Bestes Beispiel: Der Scrittarello Schreibtisch der Designer-Legende Achille Castiglioni. Inspiriert von der rationalistischen italienischen Schule der 30er und 40er Jahre ist der aus Birkenschichtholz gefertigte Design-Schreibtisch mit seitlichen Ablageflächen ausgestattet – eine unkonventionelle Idee, die der eigentlich puristischen Ansicht eine besondere Optik verleiht. 

Nicht vegan, aber umso ausgefallener präsentiert sich der von Gabriele Rosa für Zanotta designte Calamo-Schreibtisch aus gegerbten, gefettetem Rindsleder. In Gänze aus Kernleder gefertigt, beweist der Design-Schreibtisch eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit. Ebenso der AGL Table von Herman Miller: In Form, Proportionen, Größe und Materialverbrauch genauestens durchdacht gibt es den von Leon Ransmeier entworfenen Universaltisch sogar mit Marmorplatte. Mehr Extravaganz kann in ein Büro, Ess- oder Arbeitszimmer kaum einkehren.

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